Sonntag, 10. Januar 2016

Die Montagsfrage: Print oder ebook, was bevorzugst Du?


Beim Stöbern durch diverse Blogs bin ich auf diese schöne Aktion von Buchfresserchen gestoßen, bei der ich gerne mitmache. Jeden Montag wird dort eine Frage rund um das Thema Bücher und Lesen gestellt und man hat die nächsten sieben Tage Zeit, diese zu beantworten. Eine tolle Aktion um noch mehr Buchverrückte und ihre Blogs kennenzulernen.
Alle Infos zur Aktion findet ihr hier: 

Die Frage diese Woche lautet:
  
"Print oder ebook, was bevorzugst Du?" 




Ich bevorzuge eindeutige die Print-Variante, möchte aber meinen ereader auch nicht mehr missen. Ein Buch ist für mich ein Gesamtkunstwerk und besteht nicht nur aus dem Text. Die Gestaltung des Umschlags, die ausgewählte Papiersorte, die Haptik tragen ebenfalls zum Leseerlebnis bei. Außerdem erfreue ich mich auch jeden Tag an dem Anblick meiner Bücherregale und an dem Wissen, jederzeit ein Buch aus dem Regal nehmen zu können und zu schmökern. Eine Wohnung ohne Bücher kann ich mir gar nicht vorstellen. Ein ebenfalls nicht unwichtiger Punkt ist der Kauf der Bücher in einer schönen Buchhandlung. Gemütlich zwischen den vielen Büchern stöbern, einige in die Hand nehmen, Klappentexte und Buchanfänge studieren - das geht nur mit echten Büchern aus Papier.

Andererseits hat auch das ebook eindeutige Vorteile. In den letzten Jahren habe ich, auch aus Platzgründen, festgestellt, dass ich nicht unbedingt jedes Buch auch tatsächlich physisch haben muss. Gerade bei Krimis und Thrillern reicht mir oftmals die ebook-Variante aus. Darüber hinaus scheinen einige Verlage jetzt die ebook-Version auch verstärkt zur Wiederveröffentlichung lange vergriffener Titel zu nutzen. Beispielsweise sind im culturbooks-Verlag nach vielen Jahren endlich wieder einige Krimis des genialen Ed McBain erhältlich. Und auch bei Rowohlt scheint man die Backlist wieder zu entdecken und veröffentlich die klassichen Krimis von Dorothy L. Sayers neu als ebook. Hier hat man also die Chance Romane wiederzuentdecken, die es ohne das ebook vermutlich nicht mehr in den Buchhandel geschafft hätten.
Für die Urlaubsreise und die Nutzung der onleihe sind ebooks natürlich auch perfekt. Tatsächlich habe ich mir für die Urlaubsreise schon ebooks aus der onleihe ausgeliehen, die ich als Print-Variante schon im Regal hatte. Das erleichtert das Urlaubsgepäck, gerade wenn man mit mehreren Leseratten reist, ungemein.
Mit meinem ereader, dem Kobo Aura H2O (Link zum ausführlichen Test bei allesebook.de), bin ich sehr zufrieden und kann ihn guten Gewissens allen Lesern empfehlen. Größter Vorteil für mich ist bei diesem Gerät die fantastische Darstellungsqualität und die völlige Unabhängigkeit von amazon.
Wenn ich die ebooks über www.buchhandel.de kaufe, kann ich sogar meinen Buchhändler vor Ort unterstützen. Und nachdem immer mehr Verlage auf den lästigen Adobe-Kopierschutz verzichten, wird wohl künftig die Wahl noch öfter auf ein ebook fallen.

Fazit: Künftig werden bei Buchformen ihre Daseinsberechtigung haben, auch wenn der ebook-Anteil vermutlich (hoffentlich) nicht so groß wird, wie von vielen befürchtet. Und wenn der wachsende ebook-Anteil die Print-Hersteller zu besseren Leistungen im Bereich der Buchgestaltung anspornt, was meines Erachtens in letzter Zeit der Fall ist, haben die Liebhaber "richtiger" Bücher auch was davon.   

   

Kommentare:

  1. Hallo Thomas,

    du unterstützt genau die Meinung, die ich auch habe. Jeden Tag schaue ich mein Regal an und denke, wie toll die Bücher aussehen. Aber manchmal, wenn ich einfach nur unterhalten werden will, lese ich viel auf meinem eReader. Außerdem will ich auf meinem Regal am liebsten Bücher stehen haben, die mir wirklich sehr am Herzen liegen, z.B. meine dicksten Fantasy-Bücher und Sachbücher, in denen man immer wieder aufs Neue nachschlagen kann.

    LG Julia

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  2. Hallo Thomas,

    ich gehöre auch zu den Lesern, die Print bevorzugen. Ansehen, anfassen, blättern - das gehört für mich einfach zum Lesen dazu. Buchläden, Büchereien und natürlich meine eigene Bücherwand anzusehen, da geht mir jedes Mal das Herz auf, um es mal etwas pathetisch auszudrücken.

    Aber der Fortschritt geht natürlich auch an mir nicht vorüber. Ich bin auch stolze Besitzerin des KOBO Aura H2O und jedes Mal wenn ich mal unterwegs bin, bin ich froh darüber, nicht kiloweise Bücher schleppen zu müssen - da sind eReader einfach unglaublich praktisch. Und das man in "meiner" Bücherei inzwischen auch eBooks ausleihen kann macht das Gerät nochmal attraktiver.

    Insgesamt geht aber nichts über ein "richtiges" Buch.

    LG
    Alke von
    http://lesefutter.blogspot.de/

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  3. Hallo Tommi

    Über die Montagsfrage bin ich auf dein Blog aufmerksam geworden und habe mich gleich mal als Leserin eingetragen. Es gibt viel zu wenig männliche Blogger, umso mehr freu ich mich, dass auch du dazu gehörst.

    Ich nenn nun seit einem Jahr einen Ebook Reader mein Eigen. Eigentlich wollte ich nie einen. Da aber unser Sohn recht lang bei uns im Zimmer geschlafen hat und er grundsätzlich wach geworden ist sobald ich mein Leselicht eingeschaltet habe - musste eine Alternative her. Das war der der Reader. Mit ihm waren wir dann beide zufrieden. Der Sohn wurde nicht gestört und ich konnte in Ruhe lesen.

    Inzwischen schläft er im eigenen Zimmer und ich les nur noch recht selten auf dem Reader. Von 6 Büchern les ich 5 als Print und nur eines auf dem Reader. Ich brauch einfach das Gefühl, ein Buch in den Händen zu halten, ich mag es fühlen, riechen, darin blättern, es in emotionalen Augenblicken an mich drücken. Trotzdem hat der Reader natürlich einige unumstrittene Vorteile.

    Ich finde einfach, dass beides seine Berechtigung hat und möchte keines von beidem missen, mein Herz gehört aber den Printversionen

    lass dir liebe Grüße hier
    Sandra von Sandras kreativer Lesezeit

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    1. Hallo Sandra,
      ja, ich hoffe, dass noch mehr männlichen Leser den Weg in die Bloggerwelt finden. Allerdings muss ich feststellen, dass das Miteinander und der Umgangston unter den Bloggern supernett ist, was bestimmt auch mit der hohen Frauenquote zu tun hat. Ja, so ein Reader hat schon viele Vorteile und dass man die Mitbewohner nicht stört ist nicht ganz unwichtig ;-))).
      Ich schaue gleich mal bei dir vorbei.
      Liebe Grüße und bis bald
      Thomas

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